Diodenlaser

 
Wie funktioniert die Haarentfernung mit dem Diodenlaser?
 
Bei der Haarentfernung mit dem Diodenlaser wird hochenergetisches Licht auf die betreffenden Hautareale geworfen. Die daraus resultierenden Lichtimpulse dringen in die oberste Hautschicht ein. Durch den dort befindlichen körpereigenen Farbstoff Melanin werden die Lichtimpulse in Wärme umgewandelt. Diese Wärme wiederum wird direkt an die Haarwurzel geleitet, so dass sie durch die plötzliche Hitzeeinwirkung zerstört wird. Eine bereits zerstörte Haarwurzel lässt dann kein erneutes Haarwachstum mehr zu.
 
Schmerzhaft ist die Behandlung trotz der Hitzeeinwirkung nicht. Lediglich ein leichtes Kribbeln oder Pieksen bemerken die Patienten, wenn die Lichtimpulse auf ihre Haut treffen. Allerdings können lediglich Haarwurzeln und –Follikel abgetötet werden, die sich gerade in der Wachstumsphase befinden. Etwa 60 bis 70 Prozent der Haare allerdings befinden sich im Ruhezustand. Daher ist die dauerhafte Haarentfernung mit dem Diodenlaser nicht nach einer einmaligen Sitzung zu bewerkstelligen. Vielmehr muss man mehrere Einzelsitzungen einplanen, die in Abständen von sechs bis zehn Wochen erfolgen sollten. Nur so lässt sich ein ganzheitliches, dauerhaftes Ergebnis der Haarentfernung erwirken.
 
Vorteile bei der Haarentfernung mit dem Diodenlaser
 
Die modernen und hochwertigen Diodenlaser sind so konzipiert, dass sie eine dauerhafte, aber schmerzfreie Haarentfernung zulassen. Gleichzeitig wird die umliegende Haut bei diesem Verfahren nicht über die Maßen beansprucht.
 
Während der eigentlichen Behandlung wird bei modernen Diodenlasern die Haut mit Hilfe eines modernen Kühlsystems gekühlt. Dadurch wird sie auch gleichzeitig vor zu hohen Hitzebelastungen geschützt. Die besten Ergebnisse dieser Form der dauerhaften Haarentfernung lassen sich übrigens bei dunklen Haaren auf heller Haut erzielen.
 
Die Haarentfernung mit dem Diodenlaser gilt als klinisch erprobte Methode. Unter allen Methoden zur dauerhaften Haarentfernung, die klinisch erprobt wurden, gehört der Diodenlaser mit zu den sichersten. Er gilt als sehr verträglich, unabhängig vom Hauttyp und kann sogar bei bereits gebräunter Haut eingesetzt werden, wenngleich die besten Ergebnisse auf eher heller Haut entstehen.
 
Diodenlaser werden nicht nur zur Haarentfernung eingesetzt
 
Obwohl die dauerhafte Haarentfernung mit dem Diodenlaser zu den häufigsten und bekanntesten Anwendungsgebieten zählt, wird er auch in anderen medizinischen Bereichen eingesetzt. So verwenden Zahnärzte den Diodenlaser, um Parodontalbehandlungen durchzuführen oder ihre Patienten auf ein Implantat vorzubereiten. In der Dermatologie dagegen wird der Diodenlaser neben der Haarentfernung auch für die Verödung von Varizen bzw. Krampfadern eingesetzt. Außerdem lassen sich mit ihm Teleangiektasien versiegeln.
 
Das technische Prinzip entspricht einer klassischen Leuchtdiode. Der Diodenlaser besteht aus einem Halbleiter, der an den Enden poliert und versiegelt ist. Der Halbleiter besteht aus der n- und p-dotierten Zone. Sobald eine Spannung daran angelegt wird, entsteht an der Sperrschicht eine Lichtwelle, die zwischen den Spiegeln solange reflektiert wird, bis sie nach außen austritt.

 


Die Elight (IPL + RF) Behandlung:


Bei der Elight Behandlung werden 2 Verfahren mit einem Handstück gleichzeitig verwendet. Zum Einen die klassische IPL Behandlung und ergänzend dazu die Behandlung mit einer Radiofrequenz. Die Kombination beider Verfahren steigert die Erfolgsquote. Der Einsatz von Intensiv Pulsierendem Licht (IPL) setzt das Vorhandensein von Melanin im Haar voraus. Der Farbstoff absorbiert Licht im Haar, wandelt das auftreffende Licht in Wärme um, die dann zur Haarwurzel geführt wird. Dort verödet Wärme von bis zu 70°C die Haarwurzel. Damit kann kein weiteres Haar gebildet werden. Fehlt also Melamin im Haar, so wie es in hellen Haaren der Fall ist, ist die Effektivität der Methode begrenzt. Der zusätzliche Einsatz einer hochfrequenten elektromagnetischen Schwingung, der sogenannten Radiofrequenz, erzeugt zusätzliche Wärme in der Haut, die dann wiederum zu einer leicht verbesserten Verödung der Haarwurzel führen kann. So verstehen wir die RF als leichte Unterstützung und Verbesserung der IPL – Behandlung. Außerdem ist die Radiofrequenz gut einsetzbar zur Hautverjüngung und allen anderen Anwendungsbereichen, in denen Wärmeenergie die Produktion von neuen Collagen stimuliert und so die Struktur des Collagengewebes verbessert. Die kontinuierliche Erwärmung fördert die Durchblutung und verbessert die Hautqualität.
 

Die SHR Behandlung:


Die SHR-Methode, auch Super Hair Removal genannt, ist eine revolutionäre Technik der Haarentfernung mit beeindruckenden Ergebnissen, besonders bei helleren Haaren. Das Wirkprinzip bei der Haarentfernung mit der SHR Technik ist ein völlig anderes als bei der klassischen IPL Behandlung. Die Wärme, die auch hier durch den Einsatz von Licht erzeugt wird, erwärmt nicht mehr nur ein Haar, sondern den kompletten Hautbereich, der von der Arbeitsfläche des Handstückes beleuchtet wird. Die Energie wird nicht konzentriert auf einen Punkt abgegeben, sondern breit auf die Haut gefächert. Die Software regelt die optimale Energieabgabe und erhitzt die Haut lediglich auf 45 °C. Durch den integrierten Filter arbeiten Sie immer im optimalen Wellenlängenbereich für die Haarentfernung (meist 610-950 nm ). Durch die geringe Wellenlänge des Lichts ist die Eindringtiefe der Wärme geringer. Bei der schnellen konstanten milden Energieabgabe ist nicht die Haarwurzel das Ziel der Behandlung, sondern die Stammzellen und deren Eiweißmoleküle in der Umgebung der Haarwurzeln. Diese Stammzellen dienen zur Nährstoffversorgung und denaturieren bereits ab 45 °C. Durch die Unterbrechung der Nährstoffzufuhr stirbt das Follikel ab und es können keine neuen Haare produziert werden. Sie arbeiten mit natürlich Bewegungen, In Motion (In Bewegung), und erhitzen die Haut in schonender Weise. Dadurch drohen keine Verbrennungen mehr.
 

Kavitation


Die Kavitation, manchmal auch als Cavitation bezeichnet, beschreibt ein modernes Verfahren im Kampf gegen Übergewicht. Dieses Verfahren wird in immer mehr Kosmetikstudios eingesetzt und soll eine Alternative zu den invasiven Verfahren der Fettabsaugung oder der Fett-weg-Spritze darstellen. Mit der Kavitation, die auf Ultraschall-Behandlungen basiert, sollen Fettzellen einfach, schnell und langfristig entfernt werden können.
 
Wie funktioniert die Kavitation?
 
Die Kavitation stellt ein Ultraschall-Verfahren dar, bei welchem die Fettzellen mit Hilfe der Ultraschallwellen so in Schwingung gebracht werden, dass sie zerplatzen sollen. Das Fett soll auf diese Art gelöst und über das Lymphsystem schließlich vollends aus dem Körper abtransportiert werden können.

 

Kryolipolyse

 
Die Kryolipolyse zählt zu den modernen Verfahren im Kampf gegen Übergewicht. Vereinfacht ausgedrückt, sollen die Fettzellen im menschlichen Körper damit weggefroren werden. Das Verfahren selbst basiert auf einer Technologie, mit der man Gewebe kühlt. Durch die Kälteeinwirkungen sollen Fettzellen abgetötet werden können, ohne dass das umliegende Gewebe dabei zu Schaden kommt. Entdeckt hat man diese Methode dadurch, dass man herausfand, dass Fettzellen auf Kälte empfindlicher reagieren als andere Körperzellen.
 
Wie läuft die Behandlung mittels Kryolipolyse ab?
 
Für die Kryolipolyse Behandlung wird ein Applikator verwendet, der ein sanftes Vakuum erzeugt. Dieser wiederum wird genutzt, um die Haut zwischen zwei Kühlaggregate zu ziehen und damit deren Oberfläche gezielt zu kühlen. Die Fettzellen sollen sich dadurch entzünden und im Endeffekt absterben. Über die körpereigenen Stoffwechselvorgänge sollen die abgestorbenen Fettzellen und das damit freigesetzte Fett wieder aus dem Körper abtransportiert werden. Allerdings braucht der Körper gut zwei bis drei Monate, bis das Fett ausgeleitet ist.

 

RF (Radiofrequenz)

 
Die Radiofrequenz-Methode (RF) ist eine apparative, kosmetische Behandlung zur Verbesserung des Hautbilds. Typischerweise wird die Methode zur Bekämpfung von

 
  • Behandlung von Tränensäcken - Augenringen - schwarzen Rändern
  • Behandlung von kleinen Fettpölsterchen sowie Cellulite
  • Behandlung von Gesichtsfalten
  • Behandlung der Hautqualität bei Narben, Dehnungsstreifen
  • Hautstraffung Gesicht und Körper
  • Behandlung von hängenden Mundwinkeln
  • Behandlung von Stirnfalten
  • Behandlung eines Doppelkinns
  • Begleitende Behandlung von Akne und Couperose
 
RF soll feine bis mitteltiefe Falten an Gesicht, Hals und Dekolleté bekämpfen können, die Hautstraffung aus der Tiefe heraus unterstützen und die Kollagen-Neubildung fördern. Bereits nach zwei bis drei Anwendungen sollen erste Ergebnisse sichtbar werden, dabei soll die Behandlung an sich komplett schmerzfrei sein.
 
Wie viele RF-Anwendungen sind nötig?
 
Viele Kosmetikstudios, die die Radiofrequenz-Methode im Angebot haben, empfehlen eine Behandlungsserie von sechs bis zwölf Sitzungen. Den Einstieg bilden dabei meist zwei bis drei Sitzungen, die in relativ kurzen Zeitabständen erfolgen. In der Regel wird zu Beginn der Kur eine Behandlung pro Woche angesetzt, später werden die Behandlungen nur noch alle zwei bis vier Wochen durchgeführt.
 
Laut der Anbieter soll die RF-Methode nicht nur schmerzfrei sein, sondern auch für jeden Hauttyp und jedes Alter geeignet sein. Lediglich Personen, die keinerlei Unterhautfettgewebe aufweisen, etwa aufgrund von Essstörungen oder Erkrankungen, sollten auf die RF-Methode verzichten. Gleiches gilt für Personen, die einen Herzschrittmacher tragen, unter Herpes leiden oder bereits mit einem Faltenfiller ärztlich behandelt wurden.
 
Wie funktioniert die RF-Behandlung?
 
Die Radiofrequenzen stellen eine elektromagnetische Energie dar. Diese kennt man bereits aus der Medizin. Eine RF-Welle wird dabei mit einem Behandlungskopf oder einer Elektrode direkt in die Haut geleitet. Hierfür benötigt man ein Handstück, was sanft über die Hautoberfläche bewegt wird. Bei vielen RF-Behandlungen kommen auch zusätzliche Substanzen und Wirkstoffkonzentrate zum Einsatz, die ebenfalls in die Haut geleitet werden. Beispielhaft seien hier Peptide, Hyaluron, Pflanzenextrakte oder Vitamine genannt.
 
Bei der Behandlung werden die eingesetzten Wirkstoffe mittels spezieller Elektroden bis in die tiefen Hautschichten hinein gebracht. Dort können sie ab sofort ihre Wirkung entfalten. Gleichermaßen kommt es zu Hitzeeinwirkungen auf die Haut, wodurch sich das hauteigene Kollagen zusammenzieht. Direkt nach der Behandlung ist dieser Effekt sichtbar. Generell lassen sich auch bereits gealterte Kollagen- und Elastinfasern durch die erneute Erwärmung wieder revitalisieren. Zusätzlich soll die RF-Methode Fibroblasten anregen, neues Kollagen zu bilden. Durch diese Wirkungsweise wird auch Monate nach der Behandlung immer noch mehr Kollagen neu gebildet, als es normalerweise der Fall wäre, versprechen die Anbieter. Außerdem sorgt die auf die Haut einwirkende Wärme für eine Anregung und Aktivierung der in der Haut befindlichen Hitzeschockproteine und antimikrobiellen Peptide. Somit soll wiederum die Hautregeneration angeregt werden.
 
Was soll die RF-Behandlung bringen?
 
Unser Körper produziert mit zunehmendem Alter weniger Kollagen und Elastin. Das heißt, dass sich die Haut nicht mehr so gut reproduziert, dass Fältchen immer deutlicher sichtbar werden. Durch die RF-Behandlung soll genau die Bildung dieser beiden wichtigen Stoffe zur Hautregeneration wieder angeregt werden. Daher versprechen die Anbieter, dass die Haut nach der Behandlung straffer und elastischer wirkt, kleinere Fältchen verschwinden können und der Alterungsprozess sogar vorbeugend aufgehalten bzw. verlangsamt werden kann.
 
Zusätzlich können sich bei roten Äderchen die Rötungen zurückbilden und sogar bei starker Akne soll die RF-Behandlung, ergänzend genutzt, zu einer Verbesserung des gesamten Hautbilds führen. Hier muss die Haut schließlich ebenfalls neu aufgebaut werden, damit die Aknenarben weniger stark zutage treten.

 

ND Yag Laser

 
Der ND Yag Laser ist auch als Neodym-Yag-Laser oder Neodym-dotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Laser bekannt. Es handelt sich dabei um einen Festkörperlaser, der eine oft infrarote Strahlung mit einer Wellenlänge von 1.064 Nanometern ausgibt.
 
In der Medizin wird der ND Yag Laser vor allem zur Behandlung von Blutschwämmchen eingesetzt. Auch in der Augenheilkunde nutzt man den Laser, um etwa die Regenbogenhaut zu perforieren, eine Anwendung, die bei einer Glaukomerkrankung sinnvoll ist. Bei der Behandlung von Metastasen, etwa in der Lunge, wird der ND Yag Laser ebenso eingesetzt, wie bei der Zertrümmerung von Nierensteinen oder zur Entfernung von Tattoos, welches wohl das bekannteste Einsatzgebiet ist.
 
Verschiedene ND Yag Laser zur Tattooentfernung
 
Zur Tattooentfernung kommen verschiedene ND Yag Laser zum Einsatz. Der ND Yag Laser mit einer Wellenlänge von 1.064 Nanometern eignet sich, um schwarze und blaue Farben einer Tätowierung zu entfernen. Für rote, gelbe und orangene Tattoos wird der ND Yag Laser mit einer Wellenlänge von 523 Nanometern eingesetzt, der frequenzverdoppelt und ebenso wie erstgenannter gütegeschaltet ist.
 
Um Tattoos zu entfernen, wird mittels Laserlicht die Farbe als solche in kleine Bruchstücke zerlegt. In der Folge werden die Farbbruchstücke vom Körper langsam aber sicher abgebaut. Daher ergibt sich nach der Tattooentfernung eine stetige, langsame Aufhellung der Farben. Früher waren nur dunkle Tattoo Farben zu entfernen, dank der modernen Geräte lassen sich heute auch rote und gelbe Farbtöne dauerhaft entfernen. Allerdings bedarf es in der Regel mehrere Einzelsitzungen, um ein Tattoo vollständig zu entfernen. Abhängig ist dies unter anderem von der Größe und Farbintensität der Tätowierung.

Stoßwellentherapie und ihre Möglichkeiten
 
Bei der Stoßwellentherapie handelt es sich um ein nicht-invasives Verfahren, die Hautoberfläche wird demnach nicht verletzt. Sie kann bei verschiedenen Erkrankungen, wie einem Tennisarm oder einer Kalkschulter, bei Sehnenansatzerkrankungen oder orthopädischen Krankheitsbildern genutzt werden.
 

Stoßwellentherapie

 
Die Stoßwellen stellen physikalisch gesehen akustische Wellen dar, die etwa bei explosionsartigen Vorgängen entstehen. Ein abrupter Druckanstieg, der sich weit ausbreitet und Energie bis hin zu weit entfernten Orten tragen kann, ist typisch für die physikalisch betrachteten Stoßwellen. In der Medizin werden die Stoßwellen dagegen elektromagnetisch erzeugt. Die Stoßwellen können sich dabei je nach Behandlung unterscheiden. Sie lassen sich in folgenden Bereichen anpassen:
 
  1. Freigesetzte Energiemenge
  2. Zahl der verabreichten Impulse
  3. Wechselwirkungen mit dem beschallten Gewebe
 
Die Wirkungen fallen im Gewebe umso stärker aus, je mehr Impulse verabreicht werden und je mehr Energie dabei freigesetzt wird.
 
Anwendungsgebiete der Stoßwellentherapie
 
Weit verbreitet ist die Stoßwellentherapie bei Nierensteinen, die damit zertrümmert werden sollen. Sie sind in der Lage, die Energie erst in den tieferen Körperregionen freizusetzen, ohne dass dabei die Haut, die darüber liegt, die Fett- und Muskelzellen geschädigt werden. Für das Zertrümmern der Nierensteine werden Schallwellen mit sehr hoher Energie produziert, gebündelt und gezielt in den Körper geleitet. Sobald sie dort auf den harten Nierenstein treffen, setzen sie ihre Energie frei und der Stein wird zerstört.
 
Außerdem werden der Tennisarm, die Plantarfaszienentzündung oder die Kalkschulter mit Stoßwellen behandelt. Hier geht es vor allem um eine Reizung des erkrankten Gewebes mittels Stoßwellen. Durch diese sollen unter anderem Zellstoffwechsel und Durchblutung des Gewebes angeregt werden, damit Heilungsprozesse beschleunigt und Schmerzen verringert werden können.
 
Wie funktioniert die Stoßwellentherapie?
 
In der Regel wird die Stoßwellentherapie ambulant von niedergelassenen Orthopäden durchgeführt. Zunächst muss die mit Stoßwellentherapie zu behandelnde Stelle mittels Ultraschall oder Röntgenaufnahme genau lokalisiert werden. Der genaue Punkt, der mit den Stoßwellen beschallt werden soll, wird auf der Haut aufgemalt. Anschließend wird der Schallkopf des Stoßwellengeräts auf diesen Punkt gesetzt und die Energiedichte und Impulszahl individuell auf das Krankheitsbild abgestimmt, eingestellt. Anschließend werden die Stoßwellen „abgeschossen“.
 
Pro Sitzung sollten Patienten mit einer Dauer zwischen fünf und 15 Minuten rechnen. Sollen orthopädische Grunderkrankungen mit der Stoßwellentherapie behandelt werden, muss man etwa mit drei Sitzungen rechnen, bis die Erfolge sichtbar werden. In Ausnahmefällen können aber auch mehr Sitzungen nötig sein. Generell sollten die Sitzungen mit Abständen von maximal einer Woche wiederholt werden.
 
Gibt es Nebenwirkungen bei der Stoßwellentherapie?
 
Wie jede medizinische Behandlung kann auch die Stoßwellentherapie unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen. Einige Patienten klagen über die unangenehmen Geräusche, die die Stoßwellen mit sich bringen, die Methode selbst wird teilweise als schmerzhaft bezeichnet. Dies gilt vor allem bei höheren Energiedosen, die nötig werden, um etwa Kalkdepots in einer Kalkschulter zu entfernen. In solchen Fällen raten Ärzte oftmals zu einer örtlichen Betäubung.
 
Nach der Stoßwellentherapie können sich auf dem behandelten Gewebe Rötungen und Schwellungen bilden, auch Blutergüsse sind denkbar. Diese Nebenwirkungen werden jedoch als harmlos eingestuft und bilden sich in der Regel nach kurzer Zeit von selbst wieder zurück. Nur in seltenen Ausnahmefällen kann es zu schweren Blutungen und sogar Gewebeschäden kommen. Nicht anzuraten ist die Stoßwellentherapie deshalb für Personen mit Blutgerinnungsstörungen, Herzschrittmachern und für Schwangere.